- Von den Heerhaufen in den Weidener Landen -

Im Herzogtum Weiden, das nicht zu Unrecht auch als Schild und Schwert des Reiches bezeichnet wird, gibt es eine Vielzahl von Heer- und Kriegshaufen, was daraus resultiert, das im Lande der Bärin die direkte Lehnsfolge gilt.
Die Herzogin Walpurga von Löwenhaupt ist die oberste Heerführerin Weidens, sie ist die Bannerherrin des Herzogtums, das heißt alle Heerhaufen und Truppen ziehen in Kriegsfalle unter ihrem Banner, dem erhobenen weißen Bären in Frontalansicht auf grünem Grund (dies ist das Kriegswappen des Herzogtums; im Gegensatz dazu der seitliche Bär als Friedenswappen).
Ihr Vertreter ist der Heermeister des Bären (also der herzogliche Marschall), der in Weiden auch Soldgraf genannt wird.
Weiterhin kann und muss jeder Adlige von seinen Vasallen den Waffendienst einfordern, um dem Ruf der Herzogin für einen Kriegs- oder Schwertzug Folge zu leisten.
Die Ritter sammeln die Landwehren unter ihrem Wimpel, die Barone die Ritter unter ihrem Banner, die Grafen die Barone mit den Rittern und Landwehren und dazu die Spießbürger der Städte unter den ihren. Dann versammeln sich schließlich all diese Heerhaufen unter dem Kriegsbanner der Herzogin.
Diese Heerhaufen sind in ihrer Größe selbstverständlich Schwankungen unterworfen, einige werden auch nur für bestimmte Züge (und auf Zeit) ausgehoben, wenn die Heerschauen gehalten werden.
Die Zahl der Waffentreuen Walpurgas beträgt maximal 5.000 Männer und Frauen. Realistisch aber folgen eher um die 2.500 Kämpfer dem Ruf der Herzogin.

Herzögliche Garden
(damit sind Kriegshaufen gemeint, die ständig unter Waffen stehen)

Die Ritter des Bären samt Gefolge auf der Bärenburg
Die Ritter des Bären sind allesamt Ritter von Stand und adligem Geblüt. Nicht alle von ihnen leben auf der Bärenburg, sondern einige haben Häuser in der Stadt oder kleine Landgüter in der Stadtmark, wo sie mit ihren Familien leben.
Zu den Rittern des Bären werden auch die herrschaftlichen Knappen gezählt, die am Herzogenhofe ausgebildet werden (wie seinerzeit Kaiserin Rohaja und ihre Schwester Yppolita).
Anführer der Ritter des Bären ist der Herzoglicher Fechtmeister, heutzutage Baron Knorrhold von Harffenberg-Binsböckel zur Bollinger Heide.

Die Rundhelme
Die Angehörigen der Rundhelme können voller Stolz von sich behaupten, der ältesten noch existierenden Armeeeinheit Aventuriens anzugehören.
Das Regiment Schwerer Reiterei besteht fast ausschließlich aus Rittern und bildet den Kern der Weidener Wehren.
29 v. BF wurde dieser traditionsreiche Verband von Herzog Galdur von Horasia begründet, und seitdem haben die Rundhelme in vielen Schlachten in Weiden (und zuweilen auch darüberhinaus) gekämpft und dabei größten Ruhm geerntet.
Die Truppe untersteht seit alters her formal dem Soldgrafen Weidens (wie der Herzögliche Marschall genannt wird).
Im Ysilia-Feldzug Ende 28 Hal wurde das Regiment fast vollständig vernichtet, doch setzten Herzogin und Soldgraf alles daran, ihre Reihen schnellstmöglich wieder aufzufüllen. Trotz all dieser Anstrengungen hat das Regiment, auch bedingt durch die jüngsten Kämpfe und Konflikte, derzeit gerade einmal halbe Sollstärke und besteht zudem auch noch mehrheitlich aus jungen Heißspornen (von denen einige auch am Sichelstieg-Feldzug teilnahmen), die ihre fehlende Erfahrung durch Tapferkeit und Mut wettzumachen versuchen.

Die Grünröcke
Diese schweren Fußkämpfer sind die Gardetruppe der Herzöge und schützen auch deren provinzherrliche Allodien. Der Verband gliedert sich in vier Banner (die bei weitem nicht ihre Sollstärke erreichen), von denen zwei in Trallop stationiert sind. Das erste Banner "Windsturm" ist auf der Bärenburg eingesetzt und dient auch als Leibgarde der Herzogenfamilie, wohingegen das zweite Banner "Finsterblitz" an den beiden äußeren Toren als Torwache (nicht aber als Stadtwache) seinen Dienst verrichtet. Die beiden anderen Banner "Greifenbein" und "Orkenhart" sind auf den herzoglichen Cronfesten Mandelihr und Dragentodt stationiert.
Die Grünröcke unterstehen dem Schildgrafen des Herzogtums, der immer aus der Familie Löwenhaupt stammt - zur Zeit ist dies Kerling von Löwenhaupt (ein Sohn des alten Schildgrafen Pagol von Löwenhaupt).

Die Sichelgarde
Dieser Verband leichter Fußkämpfer wurde erst im Phex 1022 BF auf Drängen des damaligen Soldgrafen Wallbrord von Löwenhaupt-Berg j.H. als Reaktion auf den desaströsen Ysilia-Feldzug aufgestellt und die im Anschluss daran ausgebrochenen Zweiten Weidener Unruhen. Die Sichelgarde ist für die Sicherung der Grafschaft Sichelwacht sowie für das Geleit von Versorgungszügen ins freie Tobrien verantwortlich. Das Gros der Truppe ist bei Salthel stationiert; kleinere Standorte sind in der ganzen Sichelwacht verteilt, ein größeres Feldlager befindet sich bei der tobrischen Feste Kleinwardstein.
Als Besonderheit dieses Regimentes ist zu erwähnen, dass es sich, im Gegensatz etwa zu den kaiserlichen Regimentern, in Schlachtreihen zu jeweils 200 Kämpfern unterteilt, wobei jede Schlachtreihe aus vier Bannern besteht. Befehliger dieser Truppe ist derzeit der Heermeister der Sichel, Alt-Baron Sirlan Schwertestreich von Silkenau.

Zu diesen Garden kommen noch die Brückengräflichen Söldlinge an der Langen Brücke in Trallop und die Scharwächter (Stadtwache) der Herzogenstadt. Außerdem stehen die Ordensrittleute vom Orden des Donners im Sold der Weidener Herzöge.

Gräfliche Garden
Im traditionellen Aufbau der Weidener Kriegsschar kommt den Grafen eine wichtige Position zu, denn sie sind die Bannerherren ihrer Ländereien, was heißt, dass sie die Heerschauen für den Heerbann auszurufen haben.
Die einzelnen Grafschaften bilden die vier Wachten des Nordens, so dass jede Grafschaft zugleich auch ihre Grenzen zu sichern hat und dabei zusätzlich auf die Hilfe der Rundhelme und Grünröcke zählen kann.
Jedem Grafen ist wiederum ein Heermeister zugeordnet, der ihn vertreten kann.

Die Grafschaft Bärwalde wird Bärenwacht genannt und ist mit der Sicherung Trallops beauftragt ist. Bannerherrin ist die Gräfin Walderia von Löwenhaupt zu Bärwalde und ihr Heermeister des Hains der Schildgraf Kerling von Löwenhaupt (der auch Anführer der Grünrocke ist). Die Garde sind die Ritter des Hains samt deren Gefolge und die Bogner von Olats Schar auf Burg Olats Feste

Die Grafschaft Sichelwacht, übernimmt die Wacht gleichen Namens und soll die Goblins der Sicheln im Zaum halten. Ihr Bannerherr ist Graf Bunsenhold von Wolkenstein und Wettershag zur Sichel und sein Heermeister der Sichel der Altbaron Sirlan Schwertestreich zu Silkenau (der auch die Sichelgarde anführt). Garden sind hier die Ritter der Sichel samt deren Gefolge auf Burg Aarkopf und etwa ein Dutzend Rotröcke (Leichte Fußtruppen).

Die Grafschaft Baliho übernimmt die Wilderwacht, die die Marodeure des Südens im Zaum halten soll. Bannerherrin ist die Burggräfin Ardariel Nordfalk von Moosgrund und ihr Heermeister der Au der Meier Ulfbert Meiler von Eichenbach zu Espen. Garden sind die Ritter der Au samt deren Gefolge, etwa ein Dutzend Grenzreiter (Leichte Reiterei) auf Burg Räuharsch und die Stadtwachen der Reichsstadt Baliho, deren Bannerherr Stadtmeister Angrist Bärenstein von Baliho ist.

Die Grafschaft Heldentrutz ist die Finsterwacht, die die Orks des Finsterkamms abwehren soll. Bannerherr ist Graf Emmeran von Löwenhaupt zur Heldentrutz, sein Heermeister der Wacht der Wachtgraf Halgan von Hirschenborn. Garden sind die Ritter der Wacht samt deren Gefolge auf Burg Reichsend und die Wachtritter auf den Wachttürmen im Finsterkamm

Sonstige Kriegshaufen in Weiden

Die Huscarls
Dabei handelt sich um auf die Familie Binsböckel eingeschworene Kriegsknechte, die von einem Ritter angeführt werden. Ihre Aufgabe umfasst den Leibschutz der Binsböckler und die Bewachung sämtlicher Binsböckel-Güter. Zur Versorgung und Bezahlung der Huscarls und ihrer Angehörigen erhalten sie ein kleines Stück Land, ursprünglich nur in der Baronie Perainenstein, neuerdings verstärkt in der Stadtmark Trallop. Ihr Bannerherr ist Tannfried von Binsböckel, das Familienobehaupt der Binsböckels.

Das Sturmbanner
Das Sturmbanner ist eine bekannte Söldlingsschar, die auch im Herzogtum Weiden ein Lager hat. Durch die ehemalige Meierin Farlgard von Gräflich Espen wurde ihnen die Möglichkeit geboten, ein festes Quartier beziehen zu können, wo die Söldner in Ruhe ihre Wunden lecken und sich auf kommende Aufträge vorbereiten konnten - das Söldnerlager Ödmühlen wurde aus einer verlassenen Bauernkate aufgebaut. Bannerherr hier ist der Grauwolf Iberius Stardanstein.

Die Schwarzherzen
Die Schwarzherzen sind ein kleiner Söldlingshaufen von Überlebenden des Ysilia-Feldzugs und ihr Bannerführer ist Hagen Durenald.

Kirchliche Streitkräfte in Weiden
An vorderster Stelle ist hier der Orden zur Wahrung zu nennen, der vom Rhodenstein und vom Kloster Domina Rondra trans aquae aus agiert. Die Ordensleute unterstehen Abtmarschall Brin Lirondiyan von Rhodenstein und Erzkanzler Geron Érian von Rhodenstein. Die Logistik und sonstige Verwaltung des Ordens obliegt der Truchsessin und letzten der verbliebenen Alten Hohen Kapitelare, Rahjalieb-Rondirai von Ask, der Schwester des legendären Drachengrafen Wahnfried von Ask.

Der Orden der Hohen Wacht unter Wehrmeisterin Leonetta Rondralieb von Donnerbach residiert im Wehrtempel Leuentrutz am Sichelstieg.

Ausführliche Informationen
Mit dem untenstehenden Link kann man ein Verzeichnis herunterladen, das alle in Weiden befindlichen Truppenaufstellungen und mancherlei mehr beinhaltet.
Die Auflistung ist nahezu vollständig, wird jedoch, sofern wir weiteres Material erhalten, auch erneut aktualisiert werden.

Truppenverzeichnis (Stand: 11/2006)

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© by Thorsten Grube, et al. 2006