- Über den unglücklichen Feldzug gen Ysilia -

Beim Ysilia-Feldzug handelte es sich um eine von Herzogin Walpurga kurz nach ihrer Krönung befohlene Operation zur Befreiung Ysilias.
Von den etwa 3.000 ausgesandten Streitern unter dem Oberbefehl des damaligen Marschalls Geldor von Eberstamm-Mersingen kehrten um die Jahreswende 28/29 Hal lediglich etwa 500 völlig demoralisiert zurück. Allein 2.000 Streiter fielen bei der Schlacht von Ysilia, das trotz dieser Opfer nicht zurückerobert werden konnte.
Zum Ende des Feldzuges hin konnte das Weidener Heer zumindest einen taktischen Sieg verbuchen. Dem von der Hauptstreitmacht getrennt operierenden Regiment des Barons Fenn Weitenberg von Drôlenhorst-Rabenmund m.H. gelang es nämlich zusammen mit einer Streitmacht des freien Tobriens die Feste Kleinwardstein vom Feinde zurückzuerobern, wodurch den Überlebenden des Weidener Heerbanns nun zumindest der Weg zurück in die Heimat wieder offen stand und umgekehrt Tobrien wieder seine wichtigste Versorgungsroute unter Kontrolle bekam.
Obwohl der Feldzug selbst also mit einer vernichtenden operativen Niederlage endete, war er doch ein großer strategischer Erfolg, wenn dies auch kaum ein Weidener so sehen mag. Der eigentliche und wohlweislich selbst vor den meisten weidener Adligen geheimgehaltene Plan von Reichsbehüter, Reichserzmarschall und Herzogin sah nämlich vor, daß das Weidener Heer möglichst tief in das besetzte Tobrien eindringen und dabei so viele feindliche Truppen wie möglich auf sich ziehen sollte, die dann bei der entscheidenden Schlacht an der Trollpforte fehlen würden, wobei ein weidener Sieg zwar durchaus wünschenswert, für die strategische Konzeption aber nur von untergeordneter Bedeutung wäre.
Tatsächlich wurden die borbaradianische Tobelstein-Armee und weitere feindliche Truppen, insgesamt wohl mehrere tausend mehr oder minder menschliche Streiter, vom Weidener Heer gebunden und konnten nicht rechtzeitig an der Trollpforte erscheinen, um die Entrückung Borbarads zu verhindern. Der Feldzug ist damit einer der seltenen Fälle, wo eine offensichtliche Niederlage einen weitaus größeren Sieg ermöglichte.

Der untenstehende Link führt zu einer Zusammenstellung diverser Artikel und Übersichten, die 1998/1999 im Aventurischen Boten und im Fantholi erschienen.

Artikelzusammenstellung

Weiterführende Links

Herzogin Walpurga
Marschall Geldor von Eberstamm-Mersingen
Baron Fenn Weitenberg von Drôlenhorst-Rabenmund

Navigation: > Startseite > Kanzlei > Ysilia-Feldzug

© by Thorsten Grube, 2003